Verabschiedung von Sr. Christina Mülling

Die INFAG sagt DANKE

Noch ist es nicht ganz so weit. Offiziell endet die Dienstzeit von Sr. Christina für die Interfranziskanische Arbeitsgemeinschaft erst im Sommer. Genutzt wurde dennoch bereits jetzt die außerordentliche Mitgliederversammlung am 8./9. März 2026 in Hünfeld, um gemeinschaftlich DANK zu sagen.

Der Rückblick

Br. Stefan Federbusch verwies zu Beginn einer kleinen Fotoshow auf das Fest der Begegnung am 2. Juli 2011 in Würzburg. Dort fand die Verabschiedung von Sr. Marjanne Jungbluth statt, die insgesamt 15 Jahre für die INFAG tätig war, davon 9 Jahre als Geschäftsführerin (2002-2011). Sr. Christina war nun ebenfalls 15 Jahre für den franziskanischen Dachverband unterwegs. Die Mitglieder des CCFMC wickelten Sr. Marjanne damals in ein langes blaues Band der Sympathie ein, das der Länge des Flures entsprach, den sich die INFAG und der CCFMC im Raphaelsheim am Haugerring in Würzburg teilten. Nachdem Sr. Marjanne wieder entwickelt war, wurde Sr. Christina als ihre Nachfolgerin in das Band verwickelt. Nun endet zum Sommer ihre Zeit und die Mitgliedsgemeinschaften sagten auf kreative Art „DANKE“.

Die Amtsübergabe am 2. Juli 2011 von Sr. Marjanne Jungbluth (links) zu Sr. Christina Mülling

Die Laudatio

Br. Markus Fuhrmann hielt als derzeitiger INFAG-Vorsitzender zunächst eine Laudatio anhand der Buchstaben des Namens „Christina“ und benannte Stichworte, die er mit ihr verbindet: C wie Chemie (als Chemielehrerin), H wie Humor, R wie Ruhe, I wie INFAG, S wie Spiritualität, T wie Tiefe, I wie Inspiration, N wie Noviziat und A wie Assisi.

CHRISTINA ausbuchstabiert (Foto: Br. Stefan Federbusch)

Sr. Christina wurde dann mitgenommen auf eine musikalische Reise „Auf de schwäbsche Eisebahne…“, getextet von Sr. Tobia Hartmann.

Der Ausblick

Zu einem kleinen Theaterstück der Franziskanerinnen von Schönbrunn und der Dillinger Franziskanerinnen dürfte sie sich Gedanken machen, wie es denn nun weitergeht. Mit dem Kanon „Brich auf, bewege Dich“ wurde versucht, dies mit der Gesamtgruppe auch bewegungstechnisch umzusetzen.

Auf das Lied „Geh unter der Gnade“ von Manfred Siebald textete Sr. Dorothe Maria Lause die folgenden Strophen:

Du, Du wirst uns fehlen. Wenn wir Zukunft wählen, bleibt doch die Erinnerung an eine gute Zeit.

Du, Du wirst uns fehlen. Weil wir DOK nun wählen – „Franziskanische Konferenz“ ist nun angesagt.

Viele ungezählte Stunden,

warst Du für die INFAG da,

ob Italien – Schweiz verbunden

Du warst da für fern und nah.

Exerzitien, Konferenzen,

online, live und Telefon

INFAG-Nachrichten und Gebete –

stets bereit – „Ich mach das schon.“

Nicht verzagen – Christina fragen

hab´ ich selber oft erlebt.

Beziehungen, die durchs Leben tragen –

ein buntes Netz hast Du gewebt.

Der Beitrag der Netzwerkinitiative clara.francesco bestand in einem „Dalli-Klick“-Ratespiel, bei dem zu erraten war, auf welchem Katholikentag sich Sr. Christina gerade befand.

Auch die hl. Klara beteiligte sich an der Verabschiedung und ließ durch die Stimme der Klarissen von Münster einen Brief an die zu Ehrende verlesen.

Sr. Christina Mülling (rechts) lauscht dem Segenslied von Sr. Dorothe-Maria Lause (2. v. links mit Gitarre) (Foto: Br. Stefan Federbusch)

Ihr persönlicher Rückblick und Dank

Sr. Christina erinnerte rückblickend an die ein oder andere Anekdote in ihrer Amtszeit, an die vielen Orte, an denen sie im Rahmen ihrer Tätigkeit war und an die Menschen, die ihr in dieser Zeit besonders wichtig waren und wo freundschaftliche Beziehungen gewachsen sind.

Die INFAG sagt DANKE für…

15 Jahre Dienst in der INFAG: das war zum einen als Geschäftsführerin die Organisation des Büros – zuletzt in der Kaiserstr. 33 in Würzburg, zusammen mit den Mitarbeiterinnen Doris Grümpel und Inge Scheller, die Organisation von zahlreichen Veranstaltungen wie Mitgliederversammlungen und Osterkapiteln, die Begleitung der verschiedenen INFAG-Vorstände, das Planen der Sitzungen und Schreiben der Protokolle, die Erstellung der INFAG-Nachrichten (mit Dienstende werden es dann 60 an der Zahl sein) und des INFAG-Jahresprogramms; das war zum anderen die Tätigkeit als Bildungsreferentin mit dem Entwickeln franziskanischer Materialien, insbesondere der Entwicklung der Bausteine des Franziskanischen Spiritualitätswegs, der Konzeptionierung von Mitarbeiter:innenschulungen und der Durchführung von (Online)Fortbildungen; ebenso der Noviziatsschulungen in Hermeskeil, in Münster und in Luxemburg. Hinzu kamen Gebetsschulungen, Treffen der franziskanischen Weggemeinschaften, die Studienwoche für Schwestern und Brüder im Juniorat, das Ordensjugendkapitel in Assisi, die Franciscan Leadership für Führungskräfte in Assisi, die Regel online sowie in den letzten Jahren zahlreiche franziskanische Exerzitienkurse in verschiedenen Mitgliedsgemeinschaften und die Mitarbeit in der AG „Franziskanische Jubiläen“. In all dem spiegeln sich die eingangs genannten Stichworte des Namens wider: Ruhe, Spiritualität, Tiefe, Inspiration, Noviziat und Assisi. Dazu bedürfte es des Humors und der passenden Chemie, um alles mit Kreativität und Schaffenskraft, aber auch Geduld und Gelassenheit zu bewältigen.

Dann dürfte gefeiert werden: Sr. Christina Mülling zwischen Sr. Maria Hannah Löhlein (links) und Sr. Dorothe-Maria Lause (rechts) (Foto: Br. Stefan Federbusch)

Gelebte Geschwisterlichkeit

Ein von Sr. Christina beim Würdigungsabend betontes Stichwort ist die Geschwisterlichkeit. Den Menschen dort, wo sie hinkam, mit franziskanischer Geschwisterlichkeit zu begegnen. Damit hat sie die INFAG über 15 Jahre geprägt und das ist das, was viele als unseren großen Schatz der Franziskanischen Familie empfinden, den es zu bewahren gilt: miteinander geschwisterlich unterwegs zu sein.

In diesem Sinne auch mein persönlicher Dank an Dich, liebe Christina, für die geschwisterliche Zusammenarbeit in meiner Zeit als Mitglied im INFAG-Vorstand, als Webmaster während der 15 Jahre und als Dein „Bruder Adlerauge“, der die Entwürfe für den Spiritualitätsweg und für die INFAG-Nachrichten Korrekturlesen dürfte.

Du hast „angedroht“, dass Du der Franziskanischen Familie bzw. der zukünftigen Konferenz Franziskanischer Gemeinschaften treu bleiben wirst. Wir freuen uns, dass Du Deine Kompetenzen weiter einbringen wirst und wünschen Dir für den Rest Deiner hauptamtlichen Tätigkeit und alles, was darauf folgt, PACE E BENE, Frieden und Gutes!

Br. Stefan Federbusch